Donnerstag, 18. Juni 2026

1. ImpOLs Abendlauf

Höchi Flue
Mittwoch, 20. Mai 2026
18:00 Uhr

Säli-Engelberg, Friedhof Tiefelach

Mittwoch, 27. Mai 2026
18:00 Uhr

Säli-Engelberg, Elefantenplatz/Felswand

Hier bald neuster Eintrag.

NEWS

20.04.2026
Erich

Aktuell Lessons learned im Schwamm

Ein OL bietet bekanntlich neben dem Naturerlebnis auch die Gelegenheit, sich im Orientieren und Laufen weiterzubilden. Hier also meine diesbezüglichen Erkenntnisse (oder neudeutsch, lessons learned) des 3. Nationalen OL auf der Karte «Schwamm»:

Die erste Lektion gab’s diesmal bereits vor dem Start. Meine Startzeit war 14:36, aber irgendwie gerieten die Zahlen auf dem Weg zum Start durcheinander und aus :36 wurde in meinem Kopf :46. Darum brach bei mir noch keine Hektik aus, als die Uhr am Vorstart 14:35 anzeigte und ich zu einer lockeren Aufwärmrunde ansetzte. Diese wurde aber von Franz jäh beendet: «Du musst sofort zum Start, Du bist schon aufgerufen worden!» Häh? Wie? Ich habe doch :46? Kurzer Blick auf die Startnummer … ok, alles klar! Am Ende stand ich doch noch rechtzeitig vor der Kartenbox. Nochmals vielen Dank, Franz!

Lektion 1: An einem Nationalen kann man schon vor der Startlinie Zeit verlieren.

Trotz der fehlenden Konzentrationsphase vor dem Start komme ich gut weg. Posten 1 und 2 laufe ich problemlos an. Zum Posten 3 wähle ich aber eine ziemlich miese Route, weil ich das Gefühl habe, ein paar Höhenmeter weniger würden Querrouten und Umwege rechtfertigen. Dabei weiss ich doch eigentlich:

Lektion 2: Querlaufen im Bergwald ist langsam, auch ohne grün auf der Karte.

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Drei Minuten nach mir sticht Daniel Hotz in den Wald, Seriensieger bei H55 und Dauergast auf dem Jahrespunktelisten-Podest beim Saisonabschluss. Ich bin mir also bewusst, dass früher oder später ein klassisches IÜA (iighout, überhout, abgheicht) stattfinden wird. Allerdings habe ich es mir etwas später erhofft, als bereits beim Aufstieg zum Posten 4. Schuld daran war natürlich Lektion 2 aber auch:

Lektion 3: Da hilft nur noch trainieren.

Zum Posten 5 gibts eine Routenwahl. Mir ist zwar klar, dass die Route unten durch schneller ist, vergesse aber leider:

Lektion 4: Eine Routenwahl ist erst dann gut, wenn sie auch gut umgesetzt wird.

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Es folgt bis zum Posten 14 eine solide Phase, welche lediglich durch einen kurzen Postenraumsucher, eine Querroute durch Fallholz und die Erkenntnis von Lektion 3 etwas gebremst wird. Doch dann, das Ziel schon vor Augen, kommt der Abschnitt von Posten 14 zu 15, auch wieder eine Routenwahl. Meine Gegner sind sich einig: Die zusätzlichen Höhenmeter lohnen sich, wenn man dafür auf einer Teerstrasse rennen kann (diese Schlaumeier hatten Lektion 2 schon intus). Ich bin anderer Meinung und der Schwarm kann sich ja schliesslich auch mal irren. Meine Wahl ist: nördlich auf der Schneise bis zum ersten Bach, dann weiter entlang dem Sperrgebiet bis zum zweiten Bach und auf dem kleinen Rücken hoch zum Posten. Gesagt getan, doch schon bald führt die Schneise in einen Wirrwarr aus Dornen und Fallholz, so dass ich versuche, nach oben auszuweichen, dabei die Bäche und Gräben nicht mehr im Griff habe, zu früh zu suchen beginne und zu guter Letzt noch ein paar Läufern nachrenne, im Glauben, diese peilen auch den Posten 15 an, aber leider sind sie schon unterwegs zur 16. Daraus folgt:

Lektion 5: Querlaufen im Bergwald ist langsam, vorallem MIT grün auf der Karte.

Lektion 6: Kreativität ist ja schön, aber der Schwarm hat halt doch meistens Recht.

Lektion 7: Investiere besser ein paar Sekunden in Kartenlesen als Minuten in Suchaktionen.

Lektion 8: Glauben mag in anderen Lebenslagen helfen, beim OL eher weniger.

Lektion 9: Der Klassiker: DER OL IST ERST IM ZIEL FERTIG!

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Aber das Schöne am OL ist doch, dass schon bald der nächste Lauf stattfindet, und dann wird alles besser. Man ist ja schliesslich lernfähig 😉

Lessons learned im Schwamm