20.07.2026
Timur
Als «die Sonnige» wurde die vierte Etappe der SOW 2026 angekündigt, was nicht nur zum Laufgebiet um den Pass «Portes du Soleil» passte, die Sonne nutzte die «Türen» auch und begrüsste uns wärmend im offenen alpinen Wettkampfgebiet. Die technisch anspruchsvollen Bahnen, bei welchen immer wieder auch Tempo aufgenommen werden konnte und musste, liessen aber vor dem Zieleinlauf wenig Zeit und Musse, um die Aussicht auf die «Dents du Midi» zu geniessen. Dafür wurde man nach dem Zieleinlauf mit dem fantastischen Panorama belohnt, und konnte immerhin in dieser erhabenen Atmosphäre über die guten Leistungen freuen oder über die unnötigen Fehler und die unter Zeitdruck gewählten, aber im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbaren Routenwahlen nachdenken (eine erfahrene OL-Läuferin sagte mir, dass eine der wichtigsten Kompetenzen die man im OL lernt die Frustrationstoleranz ist, was sich durchaus mit meinen Erfahrungen deckt).
Aufgrund der laut Wetterbericht angekündigten Gewittergefahr mit Hagel (wer an der SOW 2023 dabei war, weiss was das bedeuten kann…) wurde die fünfte Etappe nicht mit dem spannenden zweigeteilten Lauf (zuerst Sprint, dann Mitteldistanz) durchgeführt, sondern es kam zum Waldsprint im einem schönen Wäldchen in Morgins. Ungewohnt war dabei nach den bisherigen Etappen nicht nur das Sprintformat und das Gelände, sondern auch der Massstab der Karten (1:4000/1:3000), aufgrund dessen man zu Beginn auch einmal plötzlich vor dem Posten stand, den man in einiger Entfernung erst erwartet hatte. Und ja, bei dem Fokus aufs Tempo geht dann leider auch mal ein Posten vergessen, was ich leider erst nach dem Zielstempel festgestellt habe…
Der krönende Abschluss in Form von Etappe 6 fand oberhalb von Châtel in Frankreich statt. Angekündigt wurde die Etappe als «die Liebliche», man könnte sie auch «das SOW-Schlusspotpourri» nennen, bot sie doch alles, was wir in dieser OL-Woche erlebt, erduldet, geschätzt und geliebt haben: feincoupiertes alpines Gelände, Weideland, Seeli und voralpinen Wald in steilen und eher flachen und schnellen Abschnitten, Kühe, die einen zu einer Abkehr vom geplanten Weg motivierten und die Obligaten Kuhfladen um das WKZ (immerhin in schon ausgetrockneter Form) sowie natürlich wieder ein herrliches Bergpanorama. Auch die am Morgen noch bedrohlich aufgefahrenen Wolken schienen sich ihrer Mitverantwortung bewusst und lockerten sich auf, so dass eine schöne und abwechslungsreiche, aber auch anstrengende OL-Woche in den Bergen Hochsavoyens zu einem schönen Ende kam, dem jede und jeder etwas abgewinnen konnte. Und zu einem erfolgreichen Ende, durften wir doch mit Vera Schwab (D10) und Franz Wyss (H65K) zwei Gesamtsiegern aus unserem Verein gratulieren, und mit Ellen Haefeli (3. D12), Yvonne Holderegger-Haefeli (2. D40), Brigitte Haefeli (3. D45) und Tim Haefeli (2. H10) vier weitere Podestplätze für die OL Regio Olten feiern.
Save the Date: die SOW 2028 findet am 15.-22. Juli 2028 in Saas Fee statt!