26.07.2026
Martin
Die 4. Etappe des O-Ringen 2026 in Göteborg wurde in der Arena Länsmansgarden auf Hisingen, der fünftgrössten Insel Schwedens, ausgetragen. Wobei Insel ein grosses Wort ist, weil der «Landbitz» vom Fluss «Göta Älv» und nicht vom Atlantik vom Festland getrennt ist. Quer durch die OL-Karte führt eine Steinsteinmauer, welche im Mittelalter während mehreren hundert Jahren, bis zum zweiten Nordischen Krieg und dem Frieden von Roskilde 1658, die Grenze zwischen Schweden und Norwegen markierte.
An diesem geschichtsträchtigen Ort schlugen wir unsere Blachen in der O-Ringen Arena an einem neuralgisch wichtigen Ort auf, direkt neben dem Zieleinlauf und dem Kaffee-Töff mit dem besten Espresso O-Ringens. Fast der ganze Menschenstrom führte durch dieses Engnis und bot uns die Gelegenheit die auf den Startnummern aufgedruckten Vornamen der TeilnehmerInnen zu studieren.
Die anschliessende Auswertung der Rangliste mit den 13'631 Klassierten zeigte, dass die drei häufigsten weiblichen Vornamen Anna (177), Maria (97) und Karin (94) und die drei häufigsten männlichen Vornamen Johan (147), Anders (135) und Erik (130) waren. Die längsten Vornamen waren Casper Velstadbråten und Christian Riddervold (19 Buchstaben) sowie Kajsa Anna Margareta und Marianne Riddervold (18 Buchstaben). Die kürzesten Vornamen waren Bo, Jo, Lo und Yu bei den Männern und Jo und My bei den Frauen.
Es nahmen teil: 43 Ellen, 14 Minna, 5 Lynn, 1 Brigitte, 1 Wanda, 18 Tim, 63 Mats, 3 Philipp, 9 Christoph, 112 Martin.
Auch dabei waren Fidelius, Lassi, Pipar, Quandale, Sigurs, Zackeus, Birka, Cinnamon, Endress, Guadalupe, Kjellaug, Lowa, Marilyn, Merituuli, Neslinur, Pille und Tiril. Alle Angaben ohne Gewähr, Auswertung mit KI gemacht.
Der OL war sehr anspruchsvoll, obwohl er in einem Naherholungsgebiet in der wenig betuchten Agglo von Göteborg stattfand. Das Gelände war sehr detailreich mit den typisch nordischen, vom Gletscher geschliffenen sonnigen Felsplatten, durchsetzt mit zumeist ausgetrockneten Sümpfen und grüneren Partien. Die Normalo-Schweizer mussten sich, wie meistens in Skandinavien, etwas mehr an den Kompass klammern und unterwegs die Details mitlesen. Wie es die doppelt so schnellen Wingsteds und Haldins machen, weiss ich auch nicht.
Ein eindrückliches Erlebnis war der O-Ringen auch dieses Jahr. Nicht endende Busskonvois, eindrückliche Menschenströme, schwedische Nationalhymne zum Start jeder Etappe, unzählige Toi-Tois, Warmduschen im Freien für alle, Polarbrot, Risifrutti, Dauerberieselung mit Per Forsberg Kommentatoren-Stimme, immer alles im Fluss.
Auftakt zum O-Ringen bildete, wie in den letzten Jahren, die Bagheera Jugend Stafette. Die 4er-Sprintstaffel (D16, H14, D14, H16), fand direkt nach der Eröffnungszeremonie statt und bot den jugendlichen WettkämpferInnen die Gelegenheit sich vor grossem Publikum zu präsentieren. Von der OL Regio Olten hatten Mats und Minna die Gelegenheit in einem der rund 230 Teams mitzumischen. Minna machte auf der Startstrecke Dampf und wurde auf dem 19. Platz liegend von Mats abgelöst, welcher auf seiner Strecke einen Platz gutmachen konnte. Am Schluss klassierte sich das Team Norska/Olten/Baselland auf dem 27. Platz.
Nachdem die Zuschauer der Bagheera Stafette noch im kalten Wind fröstelnd das Geschehen mitverfolgt hatten, konnten sie an der 1. und 2. Etappe in der Arena Ale Jennylund selbst ins Geschehen eingreifen und die beiden Langdistanz OL in schönem schwedischem Gelände bei angenehm warmem Sommerwetter geniessen.
Nach den beiden Langdistanzen fand der Activity-Day (schwedisch für Ruhetag) statt. Dieser bot die Gelegenheit sich im Indoor-OL zu messen, die schönen Felsstrände am Meer zu geniessen oder an der Haga Nygata die Souvenir-Shops abzugrasen. Am Abend fand in der Innenstadt Göteborgs der Elite-Sprint statt, die dritte Etappe der Elite Kategorien. Lynn, welche sich einen Platz in der Kategorie D18 Elite ergattert hatte, durfte die Luft der ganz Grossen schnuppern, mit Quarantäne, frenetischem Publikum und allem Drum und Dran.
Und schon drehte der Wind und die Schlussetappe mit Jagdstart stand vor der Tür. Ausgetragen wurde sie, wie schon die vierte Etappe, in der Arena Länsmansgarden bei typisch schwedischem Niesel-Piesel. Der Langdistanz OL verlangte von den TeilnehmerInnen nochmals technisch und physisch alles ab. Im Gesamtklassement schafften es Minna und Tim (+/-10%) in die Top Ten und durften ihre Siegerprämie im Bagheera OL Shop verprassen.